BMW

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Die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (BMW AG) ist die Muttergesellschaft der BMW Group, einem weltweit operierenden Automobil- und Motorradhersteller mit Sitz in München. Die Produktpalette umfasst die Automobil- und Motorrad-Marke BMW, die Automarken Mini und Rolls-Royce sowie die BMW-Submarken BMW M und BMW i. Der Konzern hat sich vor allem seit den 1960er Jahren unter der Marke BMW als Hersteller hochpreisiger, komfortabel ausgestatteter und gut motorisierter Reisewagen mit sportlichem Anspruch einen Namen gemacht und zählt damit zu den so genannten Premiumherstellern. Daneben zielt die Marke Mini mit Retro-Modellen auf jüngere, lifestyle-orientierte Kundschaft ab, während bei Rolls-Royce in geringer Stückzahl höchstpreisige Luxuslimousinen entstehen. Die BMW Group gehört mit (2013) 76 Milliarden Euro Umsatz und rund 110.000 Beschäftigten zu den größten Wirtschaftsunternehmen Deutschlands und zählt mit einem jährlichen Ausstoß von (2012) 1,85 Millionen Fahrzeugen zu den 15 größten Autoherstellern der Welt. Das Unternehmen ist sowohl mit Stamm- als auch Vorzugsaktien an der Börse notiert, wobei die Stammaktie im deutschen Leitindex DAX vertreten ist. Größte Anteilseignerin ist die Industriellenfamilie Quandt mit 46,7 %.

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„Vierzylinder“ – BMW-Hauptsitz in München vom Olympiaturm aus gesehen, davor das schüsselförmige BMW-Museum.

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Die Geschichte von BMW
1916 – Gründung von BMW

Die Anfänge von BMW gehen auf Karl Rapp und Gustav Otto zurück. Aus der Flugmaschinenfabrik Gustav Otto geht 1916 auf staatliches Betreiben die Bayerische Flugzeug-Werke AG (BFW) hervor. Aus den Rapp Motorenwerken entsteht parallel dazu 1917 die Bayerische Motoren Werke GmbH, die 1918 zur AG umgewandelt wird. 1922 überträgt die BMW AG ihren Motorenbau samt dem Firmen und Markennamen an die BFW. Das BFW-Gründungsdatum, der 6. März 1916, ist damit auch das Gründungsdatum der Bayerischen Motoren Werke AG.

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1917 – Das BMW Emblem
Seit 1917 tragen alle Firmenprodukte das BMW Emblem, das in Anlehnung an die bayerischen Landesfarben entworfen wird. Ende der 1920er Jahre taucht es erstmals in der Werbung als rotierender Propeller auf und wird seitdem entsprechend interpretiert.
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1922 – Firmenumzug und Neubeginn
Nach Kriegsende werden aufgrund des Produktionsverbotes für Flugmotoren Eisenbahnbremsen und Einbaumotoren gefertigt. Nachdem das Unternehmen 1920 an die Knorr-Bremse AG verkauft worden war, erwirbt der Finanzier Camillo Castiglioni 1922 den Motorenbau mit Mitarbeitern und Produktionsanlagen, den Firmennamen sowie das weiß-blaue Markenzeichen und überträgt alles auf die “Bayerische Flugzeuge-Werke AG“ (BFW). Das Unternehmen zieht noch im selben Jahr in die Werkshallen der BFW am Münchner Oberwiesenfeld um. Bis heute stehen dort das Stammwerk und die Konzernzentrale der BMW Group.history_1917
1923 – BMW R 32 – das erste BMW Motorrad
Als BMW 1923 erstmals ein eigenes Motorrad, die R 32, vorstellt, sorgt dies für Aufsehen. Bisher ist das Unternehmen nur im Motorenbau tätig gewesen, jetzt wagt man sich in den Fahrzeugbau. Das Grundkonzept dieses Urahnen aller BMW Motorräder – Boxermotor mit quer zur Fahrtrichtung liegenden Zylindern und Kardanantrieb – hat seine Gültigkeit bis heute behalten.

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Die BMW

1928 – BMW wird Automobilhersteller
BMW steigt 1928 mit dem Kauf der Fahrzeugfabrik Eisenach in den Automobilbau ein. Alle BMW Automobile der Vorkriegszeit werden ab 1929 in Thüringen gefertigt. Zunächst baut BMW Kleinwagen nach einer Lizenz der Austin Motor Company, ab 1932 eigene Entwicklungen.1928_automobilhersteller
1934 – Der Flugmotorenbau wird autark
Ab 1933 wird der Flugzeugbau in Deutschland staatlich massiv gefördert. 1934 gliedert die BMW AG ihre Sparte Flugmotoren in die BMW Flugmotorenbau GmbH aus. Zwei Jahre später entsteht als gemeinsame Gründung der AG und der GmbH die Flugmotorenfabrik Eisenach GmbH, die 1939 das Wort BMW in ihren Namen aufnimmt.1934_flugmotorenbau bmw
1936 – Gründung des „Schattenwerks“ Allach
Die BMW AG und die BMW Flugmotorenbau GmbH gründen die Flugmotorenfabrik Allach GmbH. Bereits ein Jahr später treten sie ihre Anteile an die Luftfahrtkontor GmbH Berlin ab, die das BMW Werk Allach bei München mit staatlichen Geldern verdeckt subventioniert. Bis 1941 wird das Werk für die Großserienproduktion von Flugmotoren stark ausgebaut.
1939 – BMW übernimmt die Brandenburgischen Motorenwerke
Die Brandenburgischen Motorenwerke GmbH (Bramo) in Berlin-Spandau, vormals Siemens Apparate- und Maschinenbau GmbH, und BMW legen die Entwicklung luftgekühlter Flugmotoren zusammen. Ein Jahr später, kurz vor Beginn des 2. Weltkriegs, übernimmt BMW die Bramo und gliedert das Werk Spandau als BMW Flugmotorenwerke Brandenburg GmbH in die BMW AG ein.
1941 – BMW im 2. Weltkrieg
BMW produziert während des Zweiten Weltkriegs als Betrieb der deutschenRüstungs- und Kriegswirtschaft fast ausschließlich Flugmotoren für die Luftwaffe. Zu den ursprünglichen Werken in München und Eisenach kommen weitere hinzu.1941_bmwimkrieg
 1942 – Zwangsarbeit bei BMW
Bereits 1940 setzt BMW in der Produktion ausländische Fremdarbeiter ein. Seit 1942 müssen neben Strafgefangenen, osteuropäischen Kriegsgefangenen und überwiegend aus Westeuropa stammenden Zwangsarbeitern auch KZ-Häftlinge in den BMW Werken arbeiten. Wie im Großteil der deutschen Industrie leitet technokratisches Effizienzdenken das Handeln der BMW Verantwortlichen. Der Einsatz von zur Arbeit gezwungenen Menschen wird billigend in Kauf genommen. Die Umstände, unter denen während des Dritten Reiches Zwangsarbeit geleistet werden muss, sind erschütternd. BMW ist sich der dadurch entstandenen großen menschlichen Leiden bewusst und bedauert das Schicksal der Zwangsarbeiter sehr.
1945 – Schwieriger Wiederaufbau
Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzen und beschlagnahmen alliierte Truppen die BMW Werke. Da BMW als Rüstungsbetrieb klassifiziert ist, sind Maschinen und Werkzeuge für die Demontage freigegeben. Ab1945 findet in Milbertshofen – wie auch im Werk Berlin – eine „Notproduktion“, vor allem von Haushaltsgeräte, statt.
1945 – Das Werk München wird demontiert
Im Oktober 1945 befiehlt die US-Militärregierung, die BMW Werke München und Allach zu demontieren. Damit verliert BMW bis 1949, in Allach sogar bis 1955, die Verfügungsgewalt über sein Vermögen. Besonders im Werk München-Milbertshofen wird ein Großteil der intakten Maschinen abgebaut und als Reparationsgut in alle Welt verschifft.
1948 – Neubeginn auf zwei Rädern. Die BMW R 24
Das erste BMW Fahrzeug nach 1945 ist die im März 1948 vorgestellte R 24, ein Einzylindermodell und eine Weiterentwicklung des Vorkriegsmodells BMW R 23. Wegen Material- und Maschinenengpässen beginnt die Serienproduktion erst im Dezember 1948. Der Verkaufserfolg der BMW R 24 übertrifft alle Erwartungen. Allein im Jahr 1949 werden 9.144 Motorräder abgesetzt.1948_r24
1951 – Der BMW 501 als erstes BMW Nachkriegsautomobil
Das erste Nachkriegsautomobil von BMW ist der ab 1952 produzierte 501. Die bis zu sechssitzige Limousine wird vom weiterentwickelten Sechszylindermotor des Vorkriegstyps BMW 326 angetrieben. Der BMW 501 ist ein Auto der Luxusklasse. Auch wenn er kein wirtschaftlicher Erfolg ist, positioniert er BMW aber wieder als Hersteller hochwertiger und technisch interessanter Fahrzeuge.
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1959 – BMW bleibt selbstständig
In den 50er Jahren wird die Lage des Unternehmens zunehmend kritisch. Ende 1959 gibt Daimler-Benz ein befristetes Sanierungsangebot für BMW ab. Doch Kleinaktionäre und Belegschaft lehnen dies auf der Hauptversammlung am 9. Dezember ab. Ihr Durchhaltewille und sein Vertrauen in den BMW 700 veranlassen Herbert Quandt zum Ausbau seines Aktienpakets. Nach staatlichen Überbrückungshilfen wird BMW im Folgejahr unter Quandts Führung saniert.
1961 – Die „Neue Klasse“ bringt den Durchbruch

BMW stellt den 1500 auf der IAA 1961 vor und stößt mit dem Fahrzeug in eine Marktlücke. Mit ihm gelingt BMW der Durchbruch als erfolgreicher und moderner Automobilhersteller. Das Konzept des kompakten, sportlich ausgelegten 4-türigen Tourenwagens löst auf Anhieb Begeisterung aus, und die Bestellungen übertreffen die Produktionskapazitäten bei weitem.1961_neueklasse1965: Der Slogan „Aus Freude am Fahren“ (ab 1969: „Freude am Fahren“) wird in der Marketing-Kommunikation eingesetzt.800px-BMW1500FrontSeit

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1967 – Neuer Standort: die Werksgruppe Dingolfing
Mitte der 60er Jahre stößt das BMW Werk München an seine Kapazitätsgrenze. BMW plant zunächst Neubauten, kauft 1967 aber die krisengeschüttelte Hans Glas GmbH mit ihren Standorten in Dingolfing und Landshut. Beide Standorte werden saniert. In Dingolfing entsteht in den folgenden Jahrzehnten das größte BMW Werk weltweit.
1969 – Motorräder nach Berlin
Im Werk München braucht BMW dringend Raum für die wachsende Automobilfertigung. 1969 wird die BMW Zweiradfertigung deshalb nach Berlin-Spandau ausgelagert. Zum Start in die 70er Jahre präsentiert BMW eine Serie neuer Modelle. Die Vertreter der /5-Reihe sind die ersten BMW Motorräder, die komplett am Standort Berlin-Spandau hergestellt werden.Right-3qtr-bagsmall
1970 – Die Herbert Quandt Stiftung
Zum 60. Geburtstag ihres Großaktionärs gründet die BMW AG die Herbert Quandt Stiftung. Sie entwickelt sich zu einem international renommierten Förderer des transatlantischen Gedanken- und Erfahrungsaustauschs und nach dem Ende des Kalten Krieges auch zu einer wichtigen Plattform der west-östlichen sowie der gesamteuropäischen Verständigung.
1971 – Die BMW Kredit GmbH
Als neue BMW Tochtergesellschaft entsteht die BMW Kredit GmbH zur Finanzierung eigener und vor allem von Händlergeschäften. Sie bildet den Grundstein für ein in der Folge stets wachsendes Finanzierungs- und Leasing-Geschäft, das heute ein fester Bestandteil des Unternehmenserfolges ist.
1972 – BMW startet in Südafrika
Das Werk Rosslyn in der Nähe von Pretoria, Südafrika, ist der erste Auslandsstandort der heutigen BMW Group. 1972 entscheidet sich der BMW Vorstand, das vom dortigen Importeur errichtete Werk in Rosslyn, Südafrika, vollständig zu übernehmen und somit die erste Produktionsstätte außerhalb Deutschlands zu errichten. Seit 1967 wird in Rosslyn der Glas 1800 SA montiert, später folgt der BMW 2000 SA. Nach erheblichen Investitionen nimmt das Werk zum Jahresbeginn 1984 die Produktion von Fahrzeugen der BMW 3er Reihe auf.
1972 – Gründung der BMW Motorsport GmbH
Mit der BMW Motorsport GmbH bündelt BMW 1972 alle Motorsportaktivitäten in einer neuen Gesellschaft und schafft die Grundlage für die heutige BMW M GmbH. BMW Motorsport beschert BMW in den Folgejahren unzählige Motorsporterfolge. Auch der Bau besonders sportlicher BMW Automobile gehört zum Programm.
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1973 – BMW Hochhaus und BMW Museum
BMW baut ab 1970 ein Verwaltungshochhaus im Norden Münchens. Durch seine außergewöhnliche Form wird der „BMW Vierzylinder“ schnell zu einem einprägsamen Wahrzeichen des Unternehmens und der Stadt. Daneben entsteht das BMW Museum, das aufgrund seiner Schüsselform bis heute ebenfalls einzigartig ist. Das Gebäude-Ensemble wird am 18. Mai 1973 offiziell eröffnet.
1973 – Weltweit entstehen Vertriebstöchter
Auf Betreiben von Vertriebschef Bob Lutz übernimmt BMW ab 1973 von den Importeuren nach und nach in allen wichtigen Märkten die Vertriebsverantwortung und übergibt sie eigenen Tochtergesellschaften. 1973 ist Frankreich das erste Land, in dem BMW eine eigene Vertriebsgesellschaft gründet. Viele weitere folgen in den nächsten Jahren und machen aus BMW einen global agierenden Konzern.1973_vertriebstoechter
1979 – BMW geht nach Steyr
Die BMW Steyr Motoren Gesellschaft wird als Kooperation zwischen der BMW AG und der Steyr-Daimler-Puch AG gegründet. Nach den Plänen der BMW AG entsteht im oberösterreichischen Steyr ein Motorenwerk. 1982 übernimmt BMW das Werk in alleiniger Verantwortung und firmiert es in BMW Motoren GmbH, Steyr, um. Im folgenden Jahr läuft das erste Dieselaggregat vom Band. Das Werk ist heute das Kompetenzzentrum für Dieseltechnologie im Konzern.
1985 – Die BMW Technik GmbH
Die BMW Technik GmbH wird als Think-Tank frei von den Zwängen der Serienentwicklung gegründet. Losgelöst vom Alltagsgeschäft arbeiten dort einige der besten BMW Designer, Ingenieure und Techniker, um Ideen und Konzepte für die BMW Fahrzeuge von morgen zu verwirklichen. Eines der ersten großen Projekte der BMW Technik GmbH ist der Z1 Roadster, der 1988 in Serie geht.1985_technik
1987 – BMW startet in Regensburg
Als Entlastung für das Münchener BMW Werk, das mittlerweile nur den BMW 3er baut, wird am 26. November 1982 für die wachsende Nachfrage nach diesem Modell der Bau eines neuen Werks in Regensburg beschlossen. Nach der Grundsteinlegung 1984 in der angrenzenden Gemeinde Obertraubling kann das Werk Regensburg 1987 eröffnet und in den folgenden Jahren ausgebaut werden.
1990 – Das BMW Forschungs- und Innovationszentrum: Denkfabrik der besonderen Art
Im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum, kurz FIZ genannt, organisiert BMW 1986 als erster Automobilhersteller sämtliche Forschungs- und Entwicklungsabteilungen unter einem Dach. Rund 7.000 Wissenschaftler, Ingenieure, Designer, Manager und Techniker arbeiten hier in einem engen Verbund zusammen. Am 27. April 1990 feiert das FIZ seine offizielle Eröffnung. 2004 wird der Komplex um das Projekthaus erweitert. Entsprechend den Prinzipien der „Gebauten Kommunikation“ entsteht in zwei Jahren auf einer Grundfläche von 12.000 m² ein neungeschossiges Bauwerk mit offenem Galeriecharakter und Atrium, das mit seinen Büros, Studios und Besprechungsräumen die neue Mitte des Forschungs- und Innovationszentrums bildet. Heute arbeiten in und um das FIZ knapp 9.000 Mitarbeiter.
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1994 – BMW geht in die USA
BMW beschließt bereits 1989 den Bau eines Automobilwerks in den USA und unterstreicht damit seine Stellung als Global Player. Das Werk in Spartanburg (South Carolina) ist speziell für die Produktion des Roadsters BMW Z3 ausgelegt und wird 1994 eröffnet. Der Z3 wird von dort aus weltweit exportiert. In den späten 90erJahren erweitert das Werk seine Produktionsanlagen, heute werden in Spartanburg der BMW X3, X5, und X6 Modelle gefertigt.1994_usa
1994 – Kauf der Rover Group
Anfang des Jahres 1994 beschließt der Vorstand mit Unterstützung des Aufsichtsrats, zur Erweiterung des Modellprogramms die britische Rover Group – mit klangvollen und traditionsreichen Marken wie Land Rover, Rover, MG, Triumph und Mini – zu erwerben. Schnell geht BMW daran, die Rover Group in den Gesamtkonzern einzugliedern. Trotz großer Anstrengungen können die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllt werden. Die Rahmenbedingungen verschlechtern sich zunehmend. Im Jahr 2000 entscheidet BMW deshalb, sich wieder von der Rover Group zu trennen. Nur die Marke MINI verbleibt bei BMW.1994_rover
1998 – Rolls-Royce kommt zu BMW

Im Juli 1998 kann BMW seinem Portfolio ein neues Juwel hinzufügen: Nach langen Verhandlungen ist es gelungen, von Rolls-Royce plc. Marken- und Namensrechte für Rolls-Royce Automobile zu erwerben. Bis Ende 2002 verbleibt das britische Unternehmen komplett bei Volkswagen, dann übernimmt BMW die Verantwortung für Rolls-Royce Automobile mit allen Rechten und Konsequenzen. Im südenglischen Goodwood wird bis dahin das neue Rolls-Royce Werk und die neue Unternehmenszentrale errichtet. Der sechste Standort seit 1904, wo ab Jahresbeginn 2003 die neu entwickelten Rolls-Royce Modelle gefertigt werden.

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Rolls-Royce Phantom III (1937)

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Rolls-Royce Silver Wraith (1948)

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Rolls-Royce Phantom (2003-2008)

1999 – BMW X5: das Sports Activity Vehicle kommt
Am 10. Januar 1999 wird das Fahrzeugkonzept auf der Detroit Auto Show zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit präsentiert. Der BMW X5 kombiniert auf bisher nicht dagewesene Weise BMW typische Dynamik und Sportlichkeit mit den Anlagen eines geländegängigen Allradfahrzeuges und begründet damit ein neues Marktsegment.bmwx5992
2000 – Die Eberhard von Kuenheim Stiftung
Die Eberhard von Kuenheim Stiftung wurde im Jahr 2000 zu Ehren von Eberhard v. Kuenheim eingerichtet. In seiner fast 30-jährigen Tätigkeit für die BMW AG hat Eberhard v. Kuenheim zunächst als Vorstandsvorsitzender und später als Vorsitzender des Aufsichtsrats die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich geprägt. Unter seiner Leitung entwickelte sich die BMW AG von einem traditionsreichen, mittelständischen Automobil- und Motorradhersteller zu einer Weltmarke mit hohem Ansehen. Die Eberhard von Kuenheim Stiftung hat den Auftrag, unternehmerisches Denken und Handeln zu fördern – über den wirtschaftlichen Kontext hinaus. Unter dem Motto „freude am neu:wagen“ entwickelt, erprobt oder begleitet sie neue Lösungsmodelle für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen in den Bereichen Bildung, Arbeit und Nachhaltiges Handeln.
2000 – Die BMW Group richtet sich neu aus
Die im Jahr 2000 beschlossene Neuausrichtung der Konzernstrategie führt die BMW Group gestärkt in die Zukunft. Mit den Marken BMW, MINI und Rolls-Royce Motor Cars setzt das Unternehmen ab 2000 ausschließlich auf das Premiumsegment im internationalen Automobilmarkt. Die gesamte Modellpalette wird um neue Reihen und Varianten erweitert. So bietet BMW neben den sogenannten Sports Activity Vehicles der X Reihe mit dem BMW 1er ab 2004 erstmals einen BMW im Premiumsegment der Kompaktklasse an. 2001 wird die Marke MINI eingeführt und ab 2003 übernimmt die BMW Group die Markenverantwortung für Rolls-Royce Motor Cars.
2000 – MINI Werk Oxford
Nach dem Verkauf der Rover Group im Jahr 2000 bleiben das modernisierte Werk Oxford, in dem ab 2001 der MINI gefertigt wird, das neue Motorenwerk in Hams-Hall sowie das neue Presswerk in Swindon im Unternehmen. Bis 2007 wird die Jahresproduktion im Werk Oxford aufgrund der hohen weltweiten Nachfrage gegenüber den ursprünglich geplanten 100.000 Einheiten auf mehr als 230.000 verdoppelt.
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2001 – Der MINI – Premium im Kleinwagensegment

Als Studie 1997 vorgestellt, kommt der neue MINI unter der Regie der BMW Group 2001 auf den Markt – das erste Premium-Fahrzeug im Kleinwagensegment. MINI wird mit seinem fortschrittlichen Design und sportlich-frechem Charakter zum Ausdruck des Lebensgefühls einer ganzen Generation. Den Anfang macht im Jahr 2001 der MINI Hatch – bis 2011 ist die MINI Familie auf inzwischen sechs Modellvarianten angewachsen: MINI Cabrio, MINI Clubman, MINI Countryman, MINI Coupé und MINI Roadster.

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MINI Cabrio Highgate

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MINI Clubman

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MINI Countryman

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MINI Cooper Coupe

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MINI Roadster

2003 – Rolls-Royce Werk Goodwood
Im Park von Goodwood House in West Sussex an der Südküste Englands eröffnet die BMW Group 2003 die neue Manufaktur für die Produktion der Rolls-Royce Automobile. Als erstes Modell verlässt der neue Rolls-Royce Phantom die Produktionshallen. Jedes Exemplar entsteht in Einzelfertigung.

2003 – Rolls-Royce Motor Cars bringt neuen Phantom auf den Markt

Nach intensiver Entwicklungsarbeit präsentiert Rolls-Royce 2003 den neuen Phantom. Er lässt klassische Rolls-Royce Designelemente, wie die Proportionen, den Radiator-Kühlergrill sowie die hinten angeschlagenen Türen („Coach-Doors“), in moderner Interpretation neu aufleben und kombiniert diese mit hochwertigen Materialien und neuesten Technologien. Damit knüpft der Phantom an traditionelle Rolls-Royce Werte an und wird gleichzeitig zum Symbol für den erfolgreichen Neustart der Marke. Im September 2009 begründet der neue Rolls-Royce Ghost eine zusätzliche Modellfamilie. Der Ghost steht für eine authentische, aber gleichzeitig informellere Interpretation klassischer Rolls-Royce Werte.

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ROLLS-ROYCE Phantom 2003

2004 – Der BMW 1er – Fahrfreude für die Kompaktklasse
Mit dem BMW 1er überträgt BMW die typischen Eigenschaften der Marke wie herausragende Fahrdynamik und Premiumqualität erstmals in das Fahrzeugsegment der Kompaktklasse. Als einziges Modell seiner Klasse verfügt der BMW 1er über den so genannten Standardantrieb. Dieses Prinzip – Motor vorn, Antrieb hinten – ermöglicht eine besonders ausgewogene Gewichtsverteilung und eine optimale Traktion. Damit ist der BMW 1er ein typischer BMW mit allen Vorzügen eines Fahrzeugs der Kompaktklasse.

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BMW Compact

2004 – Joint Venture in China: Werk Dadong in Shenyang
Bereits 2003 gründet BMW mit einem chinesischen Partner das Joint Venture BMW Brilliance Automotive Ltd. für Produktion, Vertrieb und Kundenbetreuung von BMW Fahrzeugen in der Volksrepublik China. Das Werk Dadong in Shenyang eröffnet im Mai des darauffolgenden Jahres und produziert ausschließlich für den lokalen Markt.

2005 – Das Werk Leipzig nimmt die Produktion auf
Im Mai 2005 wird das BMW Werk Leipzig feierlich eröffnet. Das Werk ist mittelfristig auf eine tägliche Produktion von 650 Fahrzeugen ausgelegt, wodurch bei Vollauslastung 5.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Architektonisch tritt in Leipzig das von Zaha Hadid entworfene und 2005 mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnete Zentralgebäude hervor. Im BMW Werk Leipzig wird der BMW 1er sowie der BMW X1 gefertigt. Ab dem Jahr 2013 beginnt dort die Produktion des BMW i3 als erstes Serien-Elektrofahrzeug der BMW Group, wenig später folgt der Sportwagen BMW i8.

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BMW i8

2007 – Eröffnung der BMW Welt
Auf dem Gelände westlich des BMW Hochhauses eröffnet im Oktober 2007 die „BMW Welt“. Dieses vom Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au entworfene zukunftsweisende Gebäude ist Portal der Marke und Auslieferungszentrum für BMW Automobile. Gemeinsam mit der Werkführung und dem BMW Museum bildet die BMW Welt ein Erlebnisensemble zu Vergangenheit, Realität und Vision der Marke BMW.
2007 – Strategie Number ONE
Im Herbst 2007 verabschiedet die BMW Group die Strategie Number ONE mit den vier Säulen „Wachstum“, „Zukunft gestalten“, „Profitabilität“ und „Zugang zu Technologie und Kunden“. Damit richtet sich das Unternehmen in einem veränderten Umfeld auf Profitabilität und langfristige Wertsteigerung aus – technologisch, strukturell und kulturell. Die strategische Zielsetzung reicht bis ins Jahr 2020 und ist klar definiert: Die BMW Group ist der weltweit führende Anbieter von Premium-Produkten und Premium-Dienstleistungen für individuelle Mobilität.
2011 – Mobilitätsdienstleistungen: DriveNow
Gemeinsam mit der Sixt AG gründet BMW das innovative Car Sharing Angebot DriveNow und vertritt hiermit ein modernes Mobilitätskonzept. Die Kooperation startet zunächst in München und wird rasch auf weitere Städte wie Berlin, Hamburg und San Francisco ausgeweitet. DriveNow wird unter der neuen Submarke BMW i angeboten.
2013 – Launch des BMW i3
BMW startet in eine neue Ära der Elektromobilität: Mit dem BMW i3 präsentiert die neue Marke BMW i das erste vollelektrisch angetriebene Großserienmodell der BMW Group. Von seinem Elektromotor völlig emissionsfrei angetrieben, bietet er ein vollkommen neues Fahrerlebnis, das durch Agilität und Fahrspaß begeistert. Noch nie war Nachhaltigkeit so elektrisierend.

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BMW i3

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BMW M4 Convertible

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